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8 SEM-Taktiken mit denen Du deinen Traffic boosten kannst

Search Engine Marketing (oder SEM) ist eine Reihe von Taktiken und Strategien die von Marketing-Profis benutzt werden um ihr Suchmaschinen-Ranking zu verbessern. Sie können sehr hilfreich sein wenn Du deine Sichtbarkeit (und damit auch deinen Umsatz) verbessern willst. Im Gegensatz zur traditionelleren Search Engine Optimization (SEO) sind viele SEM-Tools allerdings nicht kostenlos, sie erfordern Ausgaben für Werbeflächen und andere Ressourcen. Deswegen präsentieren wir hier unsere Liste der 8 effektivsten SEM-Taktiken die Du benutzen kannst ohne dein Bankkonto zu überziehen.

1. Sei Dir im Klaren darüber was Du misst und was die Daten bedeuten

Einfach irgendwelche Tracking-Tools zu nutzen ohne eine Basis für die Erfolgsmessung zu haben ist wie Autofahren mit verbundenen Augen: Du weißt nie ob sich deine Lage verbessert oder verschlechtert hat, weil dir sämtliche Informationen über deine Umgebung fehlen. Statt die Fakten zu kennen, musst Du raten.

Eine einfache grundlegende Taktik ist es den Traffic und die Zahl der Click-throughs aus deiner Werbung auf Wochenbasis zu messen und zu vergleichen. Diese Zahlen zeigen Dir dann recht klar, ob die von Dir unternommenen Maßnahmen dein Zielpublikum erreichen. Verbeiß dich aber nicht zu sehr in derart kurze Zeiträume und behalte auch das Gesamtbild im Auge.

2. Überflüssige Keywords entfernen

Auf manchen Plattformen wie Instagram erhöhen viele Keywords deine Chance in Newsfeeds aufzutachen, aber Googles Algorithmen funktionieren etwas anders. Sogenanntes Keyword-Stuffing, also ein Übermaß an irrelevanten Keywords, auf deiner Seite kann deine Sichtbarkeit senken statt sie zu erhöhen.

Search Engine Crawler können die übermäßigen Gebrauch bestimmter Worte feststellen und bestrafen, und auch das menschliche Auge erkennt überoptimierte Texte leicht als künstlich und damit weniger interessant. Investiere in einen guten Texter oder zumindest lass dir deine Texte laut vorlesen – wenn sie vor Keywords nur so strotzen, dann überarbeite sie.

3. Erst die Qualität schaffen, dann die Paid Inclusion

Paid Inclusion ist ein mächtiges Werkzeug um deine Rankings und deinen Traffic zu verbessern. Davon profitierst Du aber nur richtig, wenn Du auch eine entsprechende Konversionsrate hast.

Bevor Du also dafür zahlst mehr Leute auf deine Webseite zu bringen, stell sicher dass ihnen das gefallen wird das sie dort finden. Professionelle Webmaster und -designer haben ihren Preis, aber der kann sich durch die hohen Konversionsraten einer guten Website schnell wieder amortisieren.

Also: erst eine hochwertige Webseite schaffen, dann dafür zahlen deine Kunden dort hinzulocken. Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck.

4. Google ist nicht die einzige Suchmaschine

Ja, Google ist die größte Suchmaschine, aber bei weitem nicht die einzige. Bing, Baidu, Yahoo und andere werden ebenfalls häufig genutzt. Viele Unternehmen jedoch vernachlässigen ihre Präsenz bei und Optimierung für diese Suchmaschinen – eine zusätzliche Chance für dich, Traffic abzugreifen. Also sieh zu dass deine Seite auf vielen Suchmaschinen gelistet ist.

Wenn Du einen internationalen Kundenkreis ansprechen willst, dann bedenke auch dass die Beliebtheit von Suchmaschinen regional sehr unterschiedlich sein kann. Zum Beispiel ist in der Volksrepublik China DuckDuckGo sehr beliebt, unter Anderem aufgrund ihrer hohen Datenschutzstandards.

5. Benutzerfreundlichkeit maximieren

Laut dem Technology Acceptance Model ist die wahrgenommene Benutzerfreundlichkeit einer der Schlüsselfaktoren um zu entscheiden ob eine technologische Lösung angenommen oder abgelehnt wird. Einfacher gesagt: wenn deine Webseite zu kompliziert aussieht dann stehen die Chancen gut dass ein potentieller Kunde irgendwann einfach aufgibt und stattdessen lieber zur Konkurrenz geht.

Also solltest Du darauf achten, dass deine Webseite jederzeit einfach zu verstehen und intuitiv zu bedienen ist. Im Zweifelsfall suche Dir einen Bekannten der mit deiner Webseite nicht vertraut ist und bitte ihn einige einfache Handlungen darauf durchzuführen (z.B. „Suche eine Winterjacke in deiner Größe und füge sie deinem Warenkorb hinzu.“ oder „Finde heraus wie lange unser Rückgaberecht gilt.“). Dann lass ihn beurteilen wie einfach es war.

Ebenfalls schädlich für die Benutzerfreundlichkeit ist Nervigkeit. Unnötige Sounds, übermäßig bunte Farben oder zu viele Popups können ebenfalls Kunden in die Flucht schlagen. Überlege dir genau, wohin Du die Aufmerksamkeit des Besuchers lenken willst.

6. Geschwindigkeit verbessern

Eine kürzliche Studie hat ergeben, dass die meisten Kunden es nicht mögen, mehr als 10 Sekunden zu warten bis die Webseite ihrer Wahl geladen hat. Also sorge dafür, dass Du immer schnell und gut erreichbar bist – aller Traffic der Welt nützt dir nichts wenn Besucher nach einer schier endlosen Ladezeit entnervt aufgeben.

Also: optimiere deine Ladezeiten damit Du konstant gut erreichbar bist, z.B. durch die Nutzung weniger umfangreicher Bilddateien oder die Optimierung für mobile Geräte. Wenn Du nicht selbst hostest, stelle sicher dass der Webhoster deiner Wahl zuverlässig ist und im Problemfall schnell reagieren kann, denn Ausfälle kosten Kunden.

7. Geotargeting planen

Auch internationale Konzerne fokussieren ihre Anstrengungen lieber statt sie wild zu streuen. Ehe Du irgendwelche SEM-Tools zum Einsatz bringst, musst Du deinen Traffic zunächst verstehen. Nur wenn Du weißt wo deine potentiellen Kunden sitzen, kannst Du effektives Geotargeting betreiben. Ein Online-Shop für Snowboarder-Bedarf wird in Österreich sehr viel mehr Kunden finden als in Algerien.

Das gilt umso mehr wenn Du deine Webseite primär dazu gedacht ist, den Kunden in deine Geschäfte zu locken und Offline-Verkäufe zu boosten. Wenn Du nur einen einzelnen Laden in Augsburg hast, dann musst Du nicht in Berlin oder Hamburg dafür werben – die Art von Traffic die das generiert, bringt Dir eher wenig.

8. Timing ist alles

SEM-Tools erlauben üblicherweise einen präzise getimten Einsatz. Wenn Du lernst dies richtig zu nutzen, kannst Du das Maximum aus ihnen herausholen ohne für einen ganztätigen Einsatz bezahlen zu müssen.

Das fängt damit an dass Du herausfinden musst wann deine Kunden online gehen und Einkäufe tätigen (oder Informationen für zukünftige Einkäufe suchen). Sind deine Besucher eher Morgenmenschen oder Nachteulen, oder shoppen sie bevorzugt in der Mittagspause? Mit Traffic-Analysen kannst Du genau herausfinden wo und wann deine Besucher vorbeischauen und deine künftige Werbestrategie daran anpassen.

Eine funktionierende SEM-Strategie zu entwickeln kostet Zeit und Geld, denn so etwas wie „die eine, beste Strategie die für alle funktioniert“ gibt es nicht. Unternehmen können sich radikal voneinander unterscheiden, selbst innerhalb der selben Branche. Doch eine einzigartige Strategie zu fahren ist allein auch noch kein Garant für Erfolg.

Deswegen empfehlen wir einen Mittelweg: auf der einen Seite kannst Du ruhig kreativ werden mit deinen Keywords, Backlinks, Paid Inclusion und anderen Tools. Auf der anderen Seite solltest Du aber stets prüfen wie effektiv deine neuen Ideen und Instrumente sind. Nimm nicht bloß unser Wort dafür, sondern schaue selbst wie sich all die kleinen Dinge auf deinen Traffic und deine Conversion Rate auswirken.
Geschäftsstrategien sind lebende Organismen: sie reifen, wachsen und sie passen sich an. Diejenigen die das nicht tun, überleben nicht lange.

Die 9 besten Chrome Extensions für SEO

Willst Du deine Produktivität bei der Suchmaschinenoptimierung erhöhen? Dann hast Du Glück – es gibt jede Menge Extensions für Chrome die dir Zeit sparen und das Leben einfacher machen. Wir haben die besten 10 für dich herausgesucht:

1. Keywords Everywhere

Keywords Everywhere ist eines der besten SEO-Tools, es fügt den SERPs (Search Engine Result Pages) zusätzliche Informationen über die Zahl der Suchen, Kosten pro Klick und verwendete Keywords hinzu.

Das kann dir das Leben sehr viel einfacher machen wenn Du gerade Keyword Research betreibst. Du brauchst keine seperate Software mehr bei der Du alles gesondert nochmal eingibst – tipp einfach das Keyword bei Google ein und bekomme alle Infos auf einen Blick.

Die Extension unterstützt eine Reihe von Webseiten, inklusive Google Search, YouTube, Amazon und eBay, also ist sie perfekt wenn Du mit einem weiten Feld an SEO-Projekten arbeitest. Über die Einstellungen kannst Du auch einzelne Webseiten davon ausnehmen.

2. NoFollow

NoFollow ist eine Extension mit der Du schnell schauen kannst welche Links auf einer Webseite NoFollow und welche DoFollow sind.

Das spart dir eine Menge Zeit wenn Du nach Outreach-Möglichkeiten suchst und herausfinden möchtest welche Webseiten überhaupt DoFollow-Links anbieten. Statt Links von Hand kontrollieren zu müssen, markiert die Extension einfach jeden Link mit dem rel=“nofollow“-Attribut mit einem rot gepunkteten Umriss.

Unten siehst Du ein Beispiel wie das aussieht.

3. Check My Links

Mit Check My Links kannst Du schnell und effektiv nach fehlerhaften Links suchen. Das kann dir auf viele Arten bei der SEO helfen.

Zum Beispiel ist es sehr hilfreich fürs Broken Linkbuilding. Wenn Du durch Blogartikel browst, zeigt dir ein schneller Klick auf die Extension, welche Links nicht mehr funktionsfähig sind. Alle die zu einem 404-Error führen, werden dir direkt angezeigt. Wenn dir ein solche Link auffällt, kannst Du den Blogbesitzer kontaktieren und über den kaputten Link informieren. Anschließend kannst Du ihm deine eigene Webseite als Alternative zum vormals Verlinkten anbieten.

Aktive Links werden in grün markiert und kaputte Links in rot.

4. MozBar

MozBar zeigt dir schnell die Domain Authority und Page Authority der Seite auf der Du dich gerade befindet. Beides sind wichtige Indikatoren für die Stärke einer Webseite.

Allerdings vermitteln sie kein komplettes Bild, also solltest Du sie eher als eine grobe Richtschnur nehmen. Zum Beispiel könnte eine kleine aber spammige Domain niedrigen Traffic haben, aber dank der vielen Inbound-Links trotzdem eine hohe Domain Authority.

Außerdem kannst Du mit MozBar auch Tags, Metadaten und Anderes ablesen. Ein gutes Tool wenn Du dir mal einen schnellen Überblick über die Elemente einer Seite verschaffen und ihre SEO-Messdaten einsehen willst.

5. Google Optimize

Mit Google Optimize kannst Du deine Webseite mittels A/B-Testing feintunen. Die Extension bietet einen visuellen Editor mit dem Du CSS- und HTML-Text auf deiner Webseite bearbeiten kannst, einschließlich Text, Bilder, Farben und Größe deiner CTAs und noch mehr.

Du kannst dir Previews anzeigen lassen wie deine Seite für verschiedene Besucher aussieht und den Prozentsatz an Usern festlegen die die jeweiligen Versionen deiner Seite sehen. Kombiniere das mit Google Analytics und Du siehst ganz schnell, welche Version deiner Seite die meisten Kunden generiert.

6. Ayima Page Insights

Ayima zeigt dir die SEO-Stolpersteine einer Webseite auf.

Damit kannst Du schnell erkennen wo noch Fehler liegen bzw. Nachbesserungsbedarf besteht, z.B. Multiple H1-Tags, falsche Länge von Titeln und Meta-Descriptions und so weiter. Ayima gibt dir sogar Tipps und Anleitungen wie Du diverse SEO-Probleme beheben kannst.

7. Portents SEO Page Review

Mit Portents kannst Du einfach die SEO-Elemente einer Webseite visualisieren.

Wenn Du umfassendere Daten möchtest als MozBar liefert, aber – anders als bei Ayima – lieber deine eigenen Analysen anstellst, bist Du hier richtig. Portents zeigt dir das volle Spektrum an Header Tags H1-H6, Hreflang Tags, Canonical Tags, On-Page Links und vieles mehr. Das hilft dir zu verstehen wie Suchmaschinen deine Seite sehen.

8. Page Analytics (von Google)

Page Analytics by Google ist eine Extension die dir die Daten von Google Analytics direkt anzeigt, ohne dass Du dafür ein extra Fenster öffnen musst.

Wenn das Tool aktiv ist zeigt es dir all die wichtigen Daten darüber wie Nutzer mit der Seite interagieren die Du gerade geöffnet hast. Die Default-Settings zeigen dir die Pageviews, Unique Pageviews, die auf der Seite verbrachte Durchschnittszeit, Bounce-Rate, % Exit und Real-Time-Besucher. Aber diese Settings können natürlich noch geändert und ausgeweitet werden, damit Du genau die Informationen bekommst die Du auch brauchst.

Ein weiteres interessantes Feature ist, dass es die Anzahl an Klicks anzeigt die die einzelnen Links erhalten. Sehr nützlich wenn Du Website-Traffic analysieren möchtest.

9. Ninja Outreach

Ninja Outreach ist ein weiteres Tool um Webseiten-Informationen anzuzeigen, hier aber unter mit einem Fokus auf Outreach. Es zeigt diir die üblichen Metriken an (wie Domain Authority und Moz Rank), aber es durchsucht auch die Seite nach zur Domain gehörigen eMail-Adressen und Outreach-Pages wie Kontakt- und Gästebuchseiten.

Das Tool ist gratis, aber es gibt auch eine kostenpflichtige Version mit zusätzlichen Features, z.B. Anpassbaren Outreach eMail Templates oder der Möglichkeit Kontaktformulare automatisch auszufüllen. Wenn Du deine Outreach-Bemühungen beschleunigen willst, ist das Tool definitiv einen Blick wert.

Fazit

Jetzt kennst Du eine Menge Chrome Extensions die dir das SEO-ing erleichtern, dich produktiver machen und dir Zeit sparen. Probier sie aus und finde heraus welche für dich am besten funktionieren und erzähl es uns in den Kommentaren. Und wenn Du selbst einen Geheimtipp für irgendein nützliches Tool hast, dann lass es uns wissen!