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Mehr Conversions durch optimierte Produktseiten

Online-Shop-Besitzer stecken oft eine Menge Arbeit in ihre Homepage – aber nur ein Bruchteil davon kommt auch auf den Produktseiten an. Es ist leicht nachvollziehbar warum das geschieht: die Landingpage ist das erste was die Besucher sehen, also will man ihr die Hauptaufmerksamkeit widmen. Aber die Produktseiten sind ebenfalls wichtig. Sie enthalten die Dinge die Du am Ende verkaufen möchtest – und sie müssen so gestaltet sein, dass der Kunde die Produkte auch will. Hier verraten wir Dir ein paar Tipps wie Du das hinbekommst:

Nutze hochwertige Grafiken

Fotos, Videos und andere Grafiken sind enorm wichtig für Online-Shops. Aber sie haben nur einen positiven Effekt, wenn sie auch eine gute Qualität haben. Hier ein paar Dinge die Du beachten solltest:
– Die Bilder sollten möglichst hochwertig sein.
– Die Bilder sollten das Produkt aus vielen verschiedenen Blickwinkeln zeigen, damit der Kunde einen möglichst genauen Eindruck davon bekommt. Eine 360°-Ansicht ist der Königsweg.
– Auch sollten die Bilder zoombar sein. Viele Kunden werfen gerne einen Blick auf die Details.
– Wenn ein Produkt in verschiedenen Farben kommt, dann solltest Du es auch in diesen Zeigen. Am besten ist die Seite so angelegt, dass die Auswahl einer Produktfarbe auch gleich Fotos mit der entsprechenden Farbe anzeigt.
– Wenn möglich zeig nicht nur Fotos vom Produkt selbst, sondern auch vom Produkt im Einsatz. Das wird den Besuchern einen besseren Eindruck vermitteln wie man das Produkt benutzt.
– Videos eignen sich perfekt für Produktdemonstrationen und haben ebenfalls einen positiven Effekt auf die Conversion-Rate.

Ziel all dieser Grafiken ist es dem Kunden zu ermöglichen, sich das Produkt genau vorzustellen. Das ist gerade für den E-Commerce-Bereich wichtig, denn dort haben die Kunden nur begrenzte Informationen über das was sie kaufen wollen. Vermittelst Du ein gutes Bild, kann das die Kaufentscheidung positiv beeinflussen – vermittelst Du dagegen ein schlechtes oder irreführendes Bild, bestellt der Kunde vielleicht, schickt die Ware dann aber zurück. Du hast also gleich zwei gute Gründe, um dem Kunden ein möglichst akkurates Bild zu vermitteln.

Unklarheiten und Zweifel ausräumen

Ein ständiges Problem im E-Commerce sind die Zweifel der Kunden. Anders als in traditionellen Geschäften können die Kunden die Produkte die sie hier kaufen wollen nicht sehen oder anfassen. Daraus ergibt sich eine gewisse Hemschwelle beim Kauf, gerade wenn es um ihnen unbekannte Produkte und Marken geht.
Es gibt aber Möglichkeiten um diese Hemmnisse schon im Vorfeld auszuräumen. Zum Beispiel die Folgenden:
– Kommuniziere klar deine Preise. Vermeide versteckte Kosten, diese schüren Misstrauen.
– Zeig deinen Kunden dass dir die Sicherheit ihrer Daten nicht egal ist und zeige deine Sicherheitszertifikate und Vertrauenssiegel.
– Leg eine FAQ-Sektion an und beantworte schonmal die offensichtlichsten Fragen. Wenn weitere Fragen häufig gestellt werden, dann erweitere die Sektion entsprechend.

Damit baust Du Vertrauen auf. Vertrauen hat einen sehr psoitiven Effekt auf Conversions.

Kundenfeedback sichtbar machen

Kundenfeedback ist enorm wichtig. Reviews von echten Usern können dabei helfen, eine Menge potentielle Erstkunden zu überzeugen.
Aber obowhl Du die Kontrolle über die Kommentarsektion hast, lass dich nicht dazu hinreißen gleich alle schlechten Bewertungen zu löschen. Versuch stattdessen sie als Beispiel dafür zu nutzen, wie Du eine schlechte Situation verbesserst und ein Problem löst.

Ermutige deine Kunden immer dazu, Feedback zu hinterlassen. Je mehr Feedback Du bekommst, desto besser. Wenn möglich, belohne Kunden für das Hinterlassen von Feedback.

Seitengeschwindigkeit optimieren

Auch die Geschwindigkeit deiner Seite hat einen Effekt on die Conversion-Rate. Kunden haben gewisse Erwartungen an die Geschwindigkeit einer Seite und nur begrenzte Geduld – wenn Du sie zu lange warten lässt, gehen sie ganz einfach auf eine andere Seite.

Zu den Dingen die Du dagegen tun kannst gehört das Reparieren von kaputten Links auf deiner Seite. Ein anderes ist, die Zahl der HTTP-Requests zu reduzieren, indem Du die Zahl der Dateien auf deiner Seite begrenzt. Halte deine Seite schlank, so bleibt sie schnell.

Ebenfalls nützlich sind regelmäßige Performance-Checks. Es gibt Tools die nicht nur die Geschwindigkeit deiner Seite testen, sondern auch noch tiefer ins Detail gehen und dir genau sagen wie Du deine Seite noch schneller machen kannst.

Live-Chat anbieten

Einen Live-Chat anbieten war mal optional, aber inzwischen wird es zunehmend wichtiger – so sehr dass es fast schon eine Grundvoraussetzung im E-Commerce ist. Live-Chat hat eine Menge Vorteile, besonders wenn er auf Produktseiten angeboten wird.

Deine Kunden könnten Fragen haben die noch nicht in den FAQ beantwortet werden, also ist direkte Kontaktaufnahme oft ihre einzige Wahl. Sie könnten auch eine Mail an deinen Kundenservice schreiben, aber wenn sie die Antwort haben, sind sie wahrscheinlich nicht mehr in Kaufstimmung – Live-Chat dagegen liefert sofort Antworten, und gibt dir eine Chance ihre Entscheidung zugunsten eines kaufs zu beeinflussen.

Wenn Du nicht das Personal hast um den Chat 24/7 zu besetzen, kannst Du in der Zwischenzeit auch Chatbots benutzen. Mit fortlaufender Entwicklung nimmt deren Nutzung immer mehr zu. Nur verlass dich nicht 100% darauf – egal wie gut sie sind, sie sind kein Ersatz für echte Menschen. Das merken auch die Kunden. Also lass die Bots nicht deinen gesamten Chat übernehmen – nur zu Zeiten an denen er nicht anderweitig besetzt werden kann.

Priorität auf mobile Kompatibilität

Wir haben das in früheren Artikeln schon erwhnt: der Gebrauch von Mobilgeräten nimmt immer mehr zu. Deswegen ist es wichtig, dass deine Seite auf Mobilgeräten gut aussieht, ganz besonders die Produktseiten.

Wenn Du deine Seiten für die mobile Nutzung optimierst, besteht das Ziel darin, dass die Erfahrung der mobilen Nutzer genauso gut ist wie die der Desktop-Nutzer. Einer der Schlüsselaspekte hierbei sind Ladezeiten und dass all die Grafiken und Effekte auch auf einem kleinen Bildschirm noch gut aussehen.

Heutzutage kann man auf mobile Kompatibilität ganz einfach nicht mehr verzichten. Jeder der eine Webseite hat – und ganz besonders jeder der darüber etwas verkaufen will – muss auch optimieren. Mobil-Kompatibilität ist auch wichtig für Search Engine Optimization, wenn Du dich also darum kümmerst, profitierst Du doppelt davon.

Plane deine CTA

Und schließlich: deine CTA (Calls to Action). Diese können sehr effektiv sein, abhängig davon wie sie eingesetzt werden. Hier ein paare Tipps dazu:
– Dein „in den Einkaufswagen legen“-Knopf sollte an prominenter Stelle liegen und wirklich herausstechen. Sei ruhig etwas experimentell, aber übertreib es nicht. Der Besucher sollte nicht einen Moment suchen müssen um die Schaltfläche zu finden.
– Wahre einen konsistenten Ton. Dein Content sollte einem bestimmten Stil folgen und deinen Call-to-Action unterstützen.
– Dein CTA sollte einladend sein, aber nicht aufdringlich. Es geht darum den Kunden dazu zu bringen zu tun was Du möchtest – aber das sollte man lieber subtil vermitteln und nicht mit der Brechstange.

Deine Produktseiten sind einer der wichtigsten Teile deines E-Commerce-Buisnesses. Darum solltest Du ihnen auch die nötige Aufmerksamkeit widmen. Nur so kannst Du auch eine hohe Conversion-Rate bekommen.
Diese Tipps geben unsere Erfahrungen mit dem Thema wieder. Hast Du selbst irgendwelche guten Tipps parat? Teile Sie mit uns in den Kommentaren!

 

Wie Du deinen Online-Shop schützt

Bei allen Unterschieden zu einem traditionallen Geschäft hat dein Online-Shop auch einige Gemeinsamkeiten damit – zum Beispiel die Tatsache, dass es Leute gibt, die sich unerlaubten Zugang dazu verschaffen wollen.
Du tätest also gut daran, dich dagegen zu schützen. Nicht nur dass Du dicht damit gegen Hacker und Betrüger schützt (als ob das nicht schon Grund genug wäre), Du tust damit auch etwas für dein Suchmaschinen-Ranking. Kein Witz – Google rankt Seiten höher wenn sie eine SSL-Verschlüsselung haben.

Hier sind ein paar Tipps wie Du das am besten machst:

Nur die relevanten Kundendaten speichern

Hacker lieben Information. Viele große Hacks – die Art von denen man selbst in den nicht-Technologie-Nachrichten hört – drehen sich darum, Userdaten zu stehlen. Eine Möglichkeit sich zu schützen ist, kein attraktives Ziel abzugeben. Viele Online-Shops machen hier schonmal einen großen Fehler, indem sie den Nutzer nach Daten fragen, die gar nicht benötigt werden.
Als Faustregel: Wenn es keinen guten Grund gibt warum Du eine Information wissen solltest, dann frag auch nicht danach. Wenn keine deiner Waren einer Altersbeschränkung unterliegen, brauchst Du das Geburtsdatum des Käufers nicht zu wissen; und wenn dein Shop nur elektronische Ware verkauft, benötigst Du auch keine Lieferadresse.

Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass es den Anmeldeprozess einfach und weniger nervig macht. Gerade beim mobilen Shopping, wo man in der Regel nur mit der Bildschirmtastatur arbeitet, beschleunigt ein Konzentrieren aufs Nötigste den Anmeldeprozess enorm.
Zudem spart es natürlich auch Speicherplatz.

Stelle sicher, dass deine Hosting-Plattform solide ist

Ich erzähle Dir wahrscheinlich nichts neues wenn ich sage, dass es eine ganze Menge Hostig-Provider da draußen gibt. Du musst dir einen suchen, die das Thema Sicherheit auch ernst nimmt. Denn wenn ein Hacker die Kontrolle über einen Server übernimmt, kann er die hunderten von Webseiten die darauf gespeichert sind, einfach abschalten (wenn nicht schlimmeres).

Also lies ein paar unabhängige Reviews (am besten aus verschiedenen Quellen) oder frage ein wenig in Technikforen herum um herauszufinden welche Hoster verlässlich sind.

Benutze SSL-Verschlüsselung

Deine Kunden wollen sicher sein, dass Du alles getan hast um deinen Shop (und ihre Daten) abzusichern. Eine der grundlegendsten Möglichkeiten um den Kunden etwas Vertrauen in deine Seite zu vermitteln ist die Installation eines SSL-Zertifikats.

Kurz gesagt: ein SSL-Zertifikat ermöglicht es deinem Shop, Daten verschlüsselt zu übermitteln. Das bedeutet, dass die Kommunkation zwischen Webbrowsern und deinem Server sicher ist. SSL-Verschlüsselung ist essenziell, wenn Du möchtest dass Kunden wichtige Informationen auf deiner Seite lagern. So essenziell dass viele Kunden sich gar nicht mehr auf Seiten registrieren die keine
SSL-Verschlüsselung anbieten.

Es gibt verschiedene Arten von SSL-Zertifikaten – manche davon sind sogar kostenlos erhältlich. Wenn Du dir eines aussuchst, achte darauf, dass es 256-bit Verschlüsselung anbietet.

Verlange zusätzliche Bestätigungen bei Kreditkarten

Viele Seiten verlangen nur die üblichen Kartendetails von ihren Kunden. Mit anderen Worten: alles was sie wollen ist die Kartennummer, der Name darauf und das Verfallsdatum. Aber wusstest Du, dass Du das Betrugsrisiko noch weiter senken kannsrt, indem Du eine weitere Bestätigung verlangst?

Visa-Karten haben einen Schutzplan genannt „verified by Visa“, während MasterCard einen „SecureCode“-Plan anbietet. Beide funktionieren auf die gleiche Art: sobald ein Kunde seine Karteninformationen eingibt, wird er auf eine andere Seite weitergeleitet.
Auf dieser Seite muss er dann ein Passwort eingeben das nur ihm bekannt ist – normalerweise wird dieses bei der ersten Benutzung der Karte festgelegt.

Wenn Du viele Kunden hast die mit Kreditkarte bezahlen, solltest Du mal mit deinem Payment Provider klären ob er diese Funktion anbietet. Wenn dann Jemand versucht mit einer gestohlenen Kreditkarte bei Dir einzukaufen, kann er die Transaktion nicht abschließen.

Teste deinen Shop nach Verwundbarkeiten

Vollkommen egal was Du sichern willst – deine Arbeit ist niemals abgeschlossen. Technologie veraltet, neue kommt dazu, neue Ideen und Techniken verbreiten sich und irgendwann ist die teuerste HighTech gerade noch gut genug um die billigsten Amateur abzuhalten.
Deswegen musst Du regelmäßig deine Webseite auf Schwachstellen überprüfen. Anders gesagt: Du musst versuchen in deine eigenen Webseite einzubrechen – und auf die Art alle Sicherheitslücken finden die Du stopfen musst.

Manche E-Commerce-Plattformen bieten Plugins an, die dann im Hintergrund laufen und nach verdächtigen Code Ausschau halten. Oder Du kannst eine Sicherheitsfirma anheuern die das für dich erledigt.

Aber egal wie Du es tust: Du solltest regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen zu einer Priorität machen. Nur weil deine Seite gestern sicher war, heißt das nicht dass sie das auch morgen noch ist.

Halte deine E-Commerce Software immer auf dem neuesten Stand

Das sollte sich eigentlich von selbst verstehen, wird aber immer gerne aufgeschoben oder vergessen. Sicherheit ist ein ewiges Wettrüsten zwischen Programmierern und Hackern – aber wenn Du nicht zügig auf die neusten Versionen updatest, dann ist das so als wenn Du ein topmodernes Türschloss kaufst… und es dann nicht einbaust.

Also: bleib immer auf dem neusten Stand.

Hast Du noch Tipps wie man die Sicherheit eines Online-Shops verbessern kann? Teile Sie mit uns in den Kommentaren!

 

Die 8 häufigsten Fehler im Online-Handel

Im Jahr 2021 wird geschätzt 1 von 4 Menschen im Internet einkaufen – eine riesige Chance für die E-Commerce-Branche. Aber der Markt ist hart umkämpft.

Damit Du am Ende auf der Gewinnerseite stehst, haben wir eine Liste der häufigsten Fehler zusammengestellt mit der sich die Leute in der Branche regelmäßig selbst ins Knie schießen. Wenn den Business erfolgreich sein soll, tätest Du gut daran sie zu vermeiden.

1. Unsegmentierte Mailinglisten

Nehmen wir mal an dass Du einen Online-Shop für Mode führst. Die Mehrheit deiner Kunden werden Frauen Anfang bis Mitte Zwanzig sein, aber ein guter Anteil werden auch Männer sein. Wenn Du nun an jeden in deiner Mailingliste die gleiche Mail schreibst, musst Du dich nicht wundern wenn die Reaktionen sehr begrenzt sein werden – Männer und Frauen interessieren sich für sehr unterschiedliche Angebote.

Das war jetzt ein sehr offensichtliches Beispiel, aber es zeigt die Notwendigkeit von Segmentierung. Deine Kundenbasis wird sich durch mehr unterscheiden als nur das Geschlecht. Je besser Du die einzelnen Untergruppen in deiner Zielgruppe unterscheiden und einzeln ansprechen kannst, desto maßgeschneiderter können deine Newsletter und Angebote sein. Das erhöht die Klickraten und Verkaufszahlen und senkt gleichzeitig die Zahl der Abmeldungen – denn wenn ein Kunde ständig Angebote bekommt die für ihn uninteressant sind, dann wird er sich früher oder später abmelden.

Segmentierung ist ebenfalls nützlich um die Frequenz deiner Mails angemessen zu takten. Ein Teil deiner Kunden werden Stammkunden sein die regelmäßig bei dir einkaufen, andere werden nur hin und wieder bei Dir vorbeischauen. Die erste Sorte Kunde wird positiv auf häufige Mails reagieren, für die letztere Sorte ist eine niedrigere Frequenz zu empfehlen, andernfalls besteht die Gefahr dass sie sich genervt fühlen. Wozu das dann führt, muss ich wohl nicht näher ausführen.

2. keine überzeugenden Produktbeschreibungen

Die Produktbeschreibungen in deinem Online-Shop erfüllen genau die gleiche Funktion wie ein Verkäufer in einem Laden: sie erklären die Produkte und ihre Funktionen und sollen den Besucher zum Kauf bewegen. Eine schlechte Produktbeschreibung ist wie ein unfähiger, unmotivierter Verkäufer – und das ist unter Online-Shops leider ein häufiges Problem.

Das Schreiben einer guten Produktbeschreibung beginnt mit der Frage wer der ideale Käufer für das Produkt ist. Zum Beispiel wird Jemand der ein Snowboard kaufen möchte völlig anders an das Online-Shopping herangehen als Jemand der Vitaminpillen sucht. Wenn Du es schaffst dich in den Kopf dieser Person hineinzuversetzen und eine Produktbeschreibung zu kreieren die ihn anspricht, dann bist Du bereits auf dem besten Weg zu einem Verkauf.

Als nächstes denk ein wenig über die Vorteile deines Produktes nach. Viele Webseiten bieten lange Listen mit Features, vernachlässigen aber komplett zu erwähnen, welche Vorteile das Produkt dem Käufer bringt.
Dies ist ein wichtiger Unterschied. Ein Feature ist eine faktische Beschreibung, ein Vorteil ist die Antwort auf die Frage „Was bringt mir das?“. Wenn ich Dir z.B. sage, dass dieses Smartphone das ich dir verkaufen will ein 4,7″ Display und 64 GB Speicher hat, dann sind dies Features. Wenn ich Dir hingegen sage dass das Smartphone eine integrierte Email-App hat, mit der Du jederzeit deine Mails checken kannst, dann ist das ein Vorteil – und Vorteile haben ein sehr viel höheres Gewicht bei der Kaufentscheidung.

Ein weiterer häufiger Fehler ist das Wiederholen tausendmal genutzter Phrasen. „höchste Qualität“, „100% zuverlässig“, „edles Design“ sind Dinge die jeder Kunde eines Online-Shops schon tausend mal gelesen hat. Selbst wenn sie faktisch korrekt sind, ist das einfach nicht genug um sich von anderen Produkten abzusetzen und sie erzählen dem Verkäufer auch wenig über das Produkt.
Versuche stattdessen eine kleine Geschichte zu erzählen. Wenn die Winterjacke die Du verkaufst auch auf Arktis-Expeditionen genutzt wird, dann ist das weit aussagekräftiger als wenn Du schlicht schreibst dass sie für Temperaturen bis -30 °C geeignet ist. Auch ein Schuh wird interessanter wenn er aus „edlem italienischen Leder aus der Toskana“ gemacht ist, statt einfach nur „qualitativ hochwertigen Materialien“.

3. Das Rad neu erfinden

Versuchen das Rad neu zu erfinden kann enorm viel Zeit und Geld kosten – ohne eine Garantie dass am Ende auch etwas nützliches herauskommt. Selbstverständlich sollte dein Unternehmen versuchen sich von der Konkurrenz abzusetzen. Aber Andersartigkeit ist kein Selbstzweck, sondern sollte einem Ziel folgen. Manchmal macht es Sinn etwas komplett Neues zu entwickeln und manchmal ist überhaupt nichts falsches daran sich für eine bewährte Lösung zu entscheiden.

Zum Beispiel ist eine der wichtigsten Entscheidungen für ein E-Commerce-Unternehmen die Wahl deiner Plattform. Es gibt jede Menge Plattformen wie Shopify, Magento oder WooCommerce, die Du für deinen Online-Shop benutzen kannst. Du kannst natürlich auch deine eigene Plattform programmieren (oder programmieren lassen), aber nötig ist das nicht – die vorhandenen Lösungen sind vielfältig und erprobt. Wenn dein Unternehmen nicht gerade in eine extrem spezifische Nische fällt, solltest Du dort schon eine Plattform finden die deinen Ansprüchen genügt.

Außerdem schätzen Online-Shopper eine gewisse Vertrautheit und Berechenbarkeit. Wenn sie dein System zu sehr verwirrt oder gar verunsichert, werden sie deine Webseite wahrscheinlich einfach links liegen lassen.

4. Keine Hilfe suchen

Ein weiteres verbreitetes Problem ist das Bedürfnis alles alleine machen zu wollen und nicht auf Hilfe zurückzugreifen, auch wenn man sie benötigt. Ein erfolgreiches E-Commerce-Unternehmen zu betreiben ist eine umfangreiche Aufgabe, die eine Vielzahl an Fähigkeiten erfordert. Vom Webdesign über die Produkttexte bis hin zur Search Engine Optimization und Werbemaßnahmen gibt es eine Menge zu tun. Keine Person kann all dies auf einmal schaffen und dabei auch noch gute Arbeit leisten.

Besonders im E-Commerce-Bereich ist die Versuchung groß, möglichst viel alleine machen zu wollen. Aber während es gut ist wenn Du ein gewisses Grundverständnis davon hast wie alle Teile deines Geschäftes funktionieren, wirst Du nicht alle damit verbundenen Rollen vollumfänglich erfüllen können. Der Tag hat schließlich nur 24 Stunden und hin und wieder möchtest Du vermutlich auch noch etwas anderes tun als arbeiten. Also scheue dich nicht fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen. Auch wenn sie Geld kostet – das ist es in aller Regel wert.

Finde heraus wo deine eigenen Stärken und Fähigkeiten liegen – konzentriere dich auf diesen Bereich und scheue dich nicht, für die anderen Hilfe anzuheuern. Wenn Du nicht schon ein fähiger Webmaster, Grafikdesigner oder Werbefachmann bist, dann macht es einfach keinen Sinn all dies noch zu lernen, nur damit Du das ganze Unternehmen im Alleingang betreiben kannst.

5. Nicht genug Produktbilder und -videos

Eine E-Commerce-Webseite verlässt sich ebenso auf Bilder wie auf Texte wenn es darum geht ihre Ware zu verkaufen. Potentielle Kunden wollen ihr Produkt sehen – auch aus unterschiedlichen Perspektiven.

Besser noch ist ein ein Produktvideo. Dieses erlaubt es den potentiellen Käufern das Produkt in Aktion zu sehen und seine Funktionen zu verstehen – eine Breite an Informationen die allein mit Bildern und Texten einfach nicht möglich ist. Statistiken zeigen dass ein gutes Produktvideo die Chancen dass ein Kunde eine Kaufentscheidung trifft um 64-85% steigern können.

Auch unter SEO-Gesichtspunkten sind Produktvideos eine gute Entscheidung – Google und andere Suchmaschinen mögen den Einsatz von Videos und ranken Seiten die regen Gebrauch davon machen entsprechend höher.

6. Kopierte Produktbeschreibungen

Produktbeschreibungen vom Hersteller (oder aus anderen Quellen) zu kopieren ist eine 1A Möglichkeit um deinen Organic Traffic in den Keller zu treiben. Google vergleicht unterschiedliche Webseiten und rankt sie niedriger wenn dort die gleichen Beschreibungstexte auftauchen. Hingegen wird ein einzigartiger Produkttext eher hoch gerankt.
Die kombinierten Effekte von dutzenden, hunderten, oder sogar tausenden solcher einzigartiger Texte können einen wahren Strom an Besuchern auf deine Webseite bringen. Alles was es braucht ist ein wenig Kreativität.

7. Schlechter Kundendienst

Eine verbreitete Fehlannahme unter E-Commerce-Gründern ist, da die Kunden ja alle online kaufen, es keine Notwendigkeit für einen spezialisierten Kundensupport gäbe. Doch der Kundensupport ist ein unschätzbarer Teil einer E-Commerce-Webseite, er baut Vertrauen (und damit Loyalität) auf und kann das Ruder einer schlechten Erfahrung herumreißen und sie in eine gute verwandeln (samt entsprechender Bewertung). Zudem verleiht er dem ganzen Unternehmen einen gewissen menschlichen Aspekt, der im Online-Business oft zu kurz kommt.

Daher ist es unabdingbar ein (idealerweise chat-basiertes) Kunden-Support-System einzurichten. Zusätzlich zum bisher Gesagten kann er auch als eine Erweiterung des Marketings fungieren: durch deinen Support Desk können deine Kunden auch Beschwerden vorbringen und Fragen stellen.

8. Keine Kundenreviews

Die Kunden von heute verlassen sich gerne auf die Beurteilungen anderer Käufer wenn sie selbst eine Kaufentscheidung zu treffen haben. Diese Form des Feedbacks ist zu einem wichtigen Bestandteil des E-Commerce geworden – mehr als 70% der Online-Shopper verlassen sich auf Reviews und Ratings von Leuten die das Produkt bereits besitzen.

Daher ist es enorm wichtig eine Review-Funktion in deinem Online-Shop einzurichten. Reviews bieten eine Informationsmöglichkeit jenseits dessen was Du als Verkäufer bereitstellst, bauen Vertrauen und Glaubwürdigkeit auf – umgekehrt kann das Fehlen einer Review-Funktion den Eindruck erwecken dass Du lieber nicht möchtest dass Leute über deine Produkte reden.

Um Kunden zu mehr Reviews zu ermutigen, kannst Du ihnen nach Erhalt der Ware eine freundliche Email schreiben und um ein Review bitten. Da Du den Kunden aber im Grunde um einen Gefallen bittest, solltest Du in Betracht ziehen ihm etwas im Gegenzug für das Review anzubieten – zum Beispiel einen Rabatt-Coupon für seinen nächsten Einkauf.