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Farben, Psychologie und Design

Wenn es um Design geht, wird eine Menge über Bilder, Menü-Platzierungen, Schriftarten, Call-to-Action-Buttons und andere Dinge geredet. Aber eines über das man eher selten redet, ist die richtige Farbauswahl. Gerade kleine Unternehmen starten oft mit einer vaagen ästhetischen Idee („Es soll einfach gut aussehen!“) und machen sich eher weniger Gedanken um Farben – aber das ist eine verschenkte Chance, denn Farbpsychologie ist eine echte Wissenschaft – eine die Du dir zunutze machen kannst.

Farben sind nicht einfach austauschbare Dekoration, sie haben eine Bedeutung: sie vermitteln Stimmungen, Emotionen, ein Image. Es hat schon seinen Grund, warum Unternehmen und Organisationen mit einer starken Umwelt-Message fast immer ein kräftiges Grün wählen und warum Erotik-Anbieter fast durchgehend Rot oder Pink verwenden.

Erfolgreiche Unternehmen haben das längst verstanden und verwenden Farbpsychologie für ihre Logos, Produkte und oft sogar unterschiedliche Farben für unterschiedliche Produktreihen.

Also warum solltest Du dir diese Assoziationen nicht zunutze machen?

Farbwahl

Suche dir eine Farbe aus, die für dein Logo, deine Marke, deine Produktreihe oder ein Produkt passt. Du kannst auch mehrere wählen, aber je mehr Du nimmst, desto genauer solltest Du wissen was Du da tust. Denn zu viele Farben können nicht nur leicht ästhetisch miteinander in Konflikt kommen, es verwässtert auch die Botschaft.

Also sehen wir uns mal die Farben an und was diese für dich tun können:

Gelb – positiv, energiegeladen, warm, erregt Aufmersamkeit – wie die Sonne

Schonmal einen Smiley gesehen?

Gelb weckt Gefühle von Positivität, Selbstbewusstsein, emotionaler Stärke und Kreativität. Wird es allerdings übermäßig (oder im falschen Farbton) benutzt, kann das auch in Angst, Stress und andere negative Emotionen umschlagen – das weckt Erinnerungen an Warnschilder.

Auf jeden Fall kann Gelb die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Außerdem wirkt es appetitanregend. Die Lebensmittelbranche bentuzt Gelb gerne für ihre Verpackungen, um potentielle Käufer zu impulsiven Entscheidungen zu verleiten.

Rot – lebendig, leidenschaftlich, herzlich – wie rote Rosen

Rote Farbe provoziert Emotionen, egal ob frisches Verliebtsein oder Trennungsschmerz. Und genau wie Geld weckt es Aufmerksamkeit.

Aber weil es ein zweischneidiges Schwert ist, sollte man es sparsam und gezielt nutzen – um die Aufmerksamkeit des Kunden auf sich zu lenken ohne gleichzeitig negative Emotionen zu wecken. Die Lebensmittelindustrie nutzt Rot um eine Leidenschaft für gutes Essen und Genüsse zu transportieren, während Geschenkartikelhersteller Gefühle gegenüber anderen Personen ansprechen.

Blau – ruhig, kühl, zuverlässig – wie das Meer

Schonmal das tiefe, blaue Meer gesehen? Schonmal bemerkt wie beruhigend und friedlich sich das anfühlt? Blau ist eine natürliche Farbe, ähnlich Grün, aber nicht ganz so prominent (schonmal vom Blauen Planeten gehört?).

Es wirkt kühl, rational, zuverlässig und überlegt – deswegen ist es eine beliebte Wahl für Branchen die Vertrauen beim Kunden aufbauen wollen, zum Beispiel in der medizinischen und Pharmaindustrie. Auch das Logo von Facebook ist blau – ein Unternehmen dem viele Menschen einen Gutteil ihrer Privatsphäre anvertrauen (ja, man kann darüber streiten ob sie das Vertrauen verdient haben, aber das ist der Effekt den sie damit erzielen wollen).

Die andere Seite von Blau ist kalt und distanziert, ein Effekt der ein bisschen vom exakten Farbton abhängt (sehr helles Blau ist besonders anfällig dafür). Deswegen vermeiden zum Beispiel Lebensmittelhersteller diese Farbe.

Grün – erfrischend, friedlich, wachsend, in Balance – wie ein Garten

Grün ist die Farbe der Natur, eine Farbe die man mit Entspannung verbindet. Wer gestresst von der Arbeit ist, fährt „raus ins Grüne“, ein direkter Kontrast zum vergleichsweise hektischen Stadtleben. Grün verspricht neue Energie, Balance und Harmonie. Marken mit einem besonderne Gewicht auf Umweltfreundlichkeit benutzen besonders gerne Grün.

Grün ist aber auch die Farbe des Wachstums und wird auch mit Geld in Verbindung gebracht, daher entscheiden sich auch manche Banken und Finanzdienstleister dafür.

Verbreitete negative Konnotationen von Grün sind Neid, Eifersucht und Gier. Besonders grelles Grün kann auch Assoziationen zu Unnatürlichkeit, Gift, Radioaktivität und anderen unangenehmen Dingen wecken.

Purpur – spirituell, einfallsreich, mysteriös, königlich – wie ein Edelstein

Purpur ist eine selten genutzte Farbe, was zu seinem wertvollen, noblen Image beigetragen hat. Es weckt auch mystische, spirituelle und kreative Gefühle.

Zu viel Purpur kann aber leicht ablenkend wirken, daher wird es selten als Primär- oder einzige Farbe genutzt, sondern bevorzugt im Zusammenspiel mit einer anderen Farbe.

Unternehmen die ein Gefühl von Spiritualität, Exklusivität oder Hochwertigkeit wecken wollen, verwenden oft Purpur.

Orange – energetisch, spaßig, enthusiastisch und kraftvoll – wie der Herbst

Orange ist eine weitere Farbe die sofort ins Auge fällt. Sie erweckt Gefühle von Energie, Spaß und Begeisterung. Wie auch Gelb, wird es manchmal für Hinweise und Warnungen genutzt.

Marken die vor allem mit Spaß assoziiert werden wollen, greifen gerne auf Orange zurück.

Zudem hat Orange motivierende Wirkung; das macht es zur Farbe der Wahl für Unternehmen die ihre Kunden motivieren wollen, zum Beispiel Hersteller von Bildungsliteratur oder Sportartikeln.

Schwarz – Macht, Kontrolle, Ernsthaftigkeit, Fortschrittlichkeit – wie die Men in Black

Denk mal an große gesellschaftliche Ereignisse – all die schwarze Anzüge und Kleider. Denkt man da nicht gleich an Geld, Macht und Einfluss? Oder denk an einen schwarzen SUV – hast Du da nicht das Gefühl, als wenn da gleich die Men in Black aussteigen könnten?

Schwarz steht für Ernsthaftigkeit, Reife, Kontrolle und Ernsthaftigkeit, mit einem kleinen Schuss Modernität und Fortschritt. Es ist eine sehr beliebte Farbe für hochklassige Produkte, zum Beispiel Automobile.

Aber auch schwarz auch negative Konnotationen. Zunächst einmal erinnert es an Depression und Tod – unschön. Außerdem ist die Farbe der Wahl vieler realer und fiktiver Bösewichte (man denke nur mal an Mafiosis in schwarzen Anzügen). Und nicht zueletzt erinnert es bei übermäßigem Gebrauch an die Depri-Phase eines Teenagers der fünf Minuten über Gothic-Kultur gegoogelt hat und dann alle seine farbigen Kleidungsstücke verbrannt hat. Alles keine schönen Assoziationen. Deswegen gilt für Schwarz noch mehr als für alle anderen Farben: gezielt einsetzen und nicht übertreiben.

Braun – stabil, strukturiert, sicher, stark – wie ein Berg

Gleich nach Grün ist Braun einer der häufigsten Naturtöne. Menschen verbinden es vor allem mit Stabilität, Beständigkeit und Stärke – wie der Erdboden oder ein Baum. Braun bietet Stärke für sich und andere – deswegen geraten Möbel im Holzlook niemals ganz aus der Mode.

Unternehmen mit einem Fokus auf Natur oder die physische Unterstützung ihrer Kunden verwenden gerne Braun, allerdings selten exklsuiv und meist in Verbindung mit einer anderen Farbe. Übermäßig genutzt wirkt Braun allerdings dröge, langweilig oder – schlimmer noch – weckt Assoziationen mit Fäkalien oder Faschismus. Also ein bisschen vorsichtig damit, gerade wenn es um Logos oder Kleidung geht.

Weiß – Frieden, Reinheit, Unschuld und Sauberkeit – wie eine Perle

Weiß gilt als ruhig, friedvoll und stabil, ebenso wie sauber, unbefleckt und hygienisch. Das ist eine mächtige Kombination. Allerdings ist es nicht ganz einfach es optimal zu nutzen, denn Weiß wird oft nicht als eigene Farbe, sondern als Abwesenheit einer anderen Farbe wahrgenommen. Wenn das passiert, sieht es einfach nur aus als ob deinem Logo etwas fehlt oder als ob keiner Lust hatte deine Wand zu streichen.

Zu den negativen Seiten von Weiß gehören das Gefühl von Kälte, Sterilität und Einsamkeit. In vielen asiatischen Kulturen steht weiß zudem für Tod und Trauer – das solltest Du bedenken wenn Du auf die dortigen Märkte abzielst.

Gold – Status, Luxus, Wohlstand, Charme – wie eine goldene Krone

Gold gilt als das edelste unter den Metallen. Olympische Athleten wetteifern um goldene Medallien, Monarchen tragen goldene Kronen, Staaten lagern ihren Reichtum in Goldbarren. Ihm haftet eine Aura von Wohlstand an, aber auch Charme, Selbstbewusstsein und Luxus. Auf der anderen Seite kann es aber auch als Ego, Angeberei, Gier oder Selbstüberhöhung interpretiert werden.
Darum wird es selten als Primärfarbe verwendet, sondern bevorzugt um andere Farben hervorzuheben. Wenn Du nicht gerade mit Edelmetallen handelst, sollte das Gold nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen.

 

Der Einsatz

 

Wenn Du bis jetzt ein bisschen aufgepasst hast, hast Du wahrscheinlich gemerkt, dass jede Farbe zwei Seiten hat – eine positive und eine negative. Das beste Rezept um die negativen Effekte zu vermeiden ist es, eine Farbe nicht übermäßig zu verwenden. Balance ist hier der Schlüssel.

Aber wie machst Du dir diese Effekte am besten zunutze? Farbpsychologe Faber Birren hat eine kleine Umfrage abgehalten um herauszufinden welche Farbe Menschen am ehesten mit einer bestimmten Emotion oder Idee assoziieren.

Angst: 41% empfinden Furcht vor Rot, gefolgt von 38% mit Schwarz
Erschwinglichkeit: 26% empfanden orangene Produkte als am erschwinglichsten, gefolgt von 22% mit Gelb und 13% mit Braun
Geschwindigkeit: 76% verbinden die Farbe Rot mit Geschwindigkeit.
High-Tech: Wenn Leute an High-Tech denken denken 26% von ihnen an Schwarz, und je 23% an Blau oder Grau.
Hohe Qualität: Schwarz liegt hier mit 43% vorne, gefolgt von Blau mit 20%.
Mut: 29% der Menschen fühlen sich mutiger wenn sie Purpur ausgesetzt sind, gefolgt von 28% mit Rot und 22% mit Blau.
Sicherheit: 28% der Befragten gaben an, dass sie sich mit Blau sicher fühlen. 16% gaben Schwarz an und 12% wählten Grün.
Spaß: Für 28% ist Orange die Farbe die Spaß verspricht, gefolgt von 26% mit Gelb und 17% mit Purpur.
Vertrauen: 34% wählten Blau als die Farbe ihres Vertrauens, gefolgt von 21% mit Weiß und 11% mit Grün.
Zuverlässigkeit: Auch hier liegt Blau wieder mit 43% vorne, gefolgt von Schwarz mit 24%.

Zusammenfassung:

Wenn Du Farbe eine wichtige Rolle in deiner Marketingstrategie einräumen willst, dann behalte immer die Balance im Auge. Der nächste Schritt ist dich zu fragen, welche Gefühle Du in deinen potentiellen Kunden auslösen willst. Motivation? Spaß? Innere Ruhe?

Auch wenn Du mehrere Emotionen triggern willst – kein Problem. Schreib sie auf. Tatsächlich wird deine Marke sogar größere Wirkung haben, wenn Du es schaffst, verschiedene Gefühle zur gleichen Zeit auszulösen. Das macht es für den Kunden schwieriger, die ausgelösten Gefühle einfach zu ignorieren.

Sobald Du die perfekte Kombination aus Farben und Emotionen geschaffen hast, mache sie zu einem festen Teil deiner Marketingstrategie.

Mehr Conversions durch optimierten Content

Die Conversion von Traffic zu Kunden ist das ultimative Ziel der meisten Business-Webseiten und eine Messlatte für ihren Erfolg. Seine Conversion-Rate zu erhöhen passiert nicht über Nacht, aber es gibt ein paar Dinge die Du dazu beitragen kannst. Hier verraten wir Dir die besten Tipps.

Klare, unmissverständliche „Call to action“-Buttons

Du musst deinen Kunden vermitteln was Du möchtest dass sie tun. Eine Webseite ist voller potentieller Ablenkungen (gar nicht zu reden von den Ablenkungen durch anderen Webseiten und Apps), und wenn kein klarer Pfad vorgegeben ist, dann wird man umso anfälliger dafür. Du willst also eindeutig zeigen wo er wie hinkommt, mit Buttons wie „Bereit loszulegen?“, „in den Einkaufswagen“ oder „Registrieren“. Kurz, treffend, informativ.

Nimm den Besucher bei der Hand

Der Weg vom Besucher zum Kunden hat vier Schritte, und Du solltest ihn durch jeden einzelnen davon führen:

1. Aufmerksamkeit für ein Problem wecken und erklären welche Auswirkungen es auf das Leben des Lesers hat, wenn das Problem ungelöst bleibt.
2. Eine Lösung in Form von einem deiner Produkte präsentieren, damit der Leser weiß, dass Du die Antwort hast.
3. Stelle klar, dass Du diese einfache Lösung hast und motiviere den Kunden dazu, zu handeln.
4. Biete eine einfache und leicht verständliche Methode der Abwicklung.

Testimonials und Reviews

Wenn man seine Zeit und Geld in etwas investieren soll, dann will man auch wissen, ob es das wert ist. Testimonials können dabei wichtige Überzeugungsarbeit leisten.
Am besten nutzt Du 3-4 Testimonials mit kurzen aber aussagekräftigen Texten, irgendwo auf halben Weg auf der Seite. So riskierst Du nicht, es zu übertreiben und den Leser mit weiteren umfangreichen Texten abzulenken.

Social Media Links für Social Proof

Du kannst eine Menge auf deiner eigenen Seite tun um das Vertrauen in dein Unternehmen und deine Marke zu stärken, aber ultimativ trauen die Besucher den Dingen, die sie auf Social-Media-Plattformen von ihren Freunden und Bekannten hören mehr als dem, was ein Unternehmen über sich selbst erzählt. Deswegen ist einer der wichtigsten Tipps für mehr Conversions, dich dieses Social Proofs zu bedienen. Mit ausgewählten Links kannst Du dir deren Glaubwürdigkeit ausborgen um deine zu untermauern.

Pass nur auf, dass es so eingestellt ist, dass Facebook eine neuen Tab in deinem Browser öffnet und nicht direkt von deiner Seite aus dorthin geht. Sonst verlierst Du Traffic und der Besucher schaut vielleicht lieber ein bisschen auf Facebook herum und vergisst, was er eigentlich bei dir wollte.

Kosten klar aufzeigen

Niemand wird gerne mit Preisen bombardiert wenn er eine Webseite betritt, aber noch nerviger sind versteckte Kosten.

Deine Kunden wollen informierte Entscheidungen treffen, und wenn Du es ihnen schwer machst sich zu informieren, dann werden sie dir schnell unterstellen dass Du sie nur ausnehmen willst. Also zeig klar auf der Produktseite an was ein Produkt kosten wird – inklusive, Porto, Verpackung und allem was sonst noch anfällt.

Redundanten Content vermeiden

Auch im Webdesign schleicht sich manchmal die Faulheit ein – ganze Absätze werden copy-pasted statt dass man sich die Mühe macht etwas neues zu verfassen. Auch technische Gründe können Redundanzen verursachen, wie etwa der Wechsel von http zu https.
Du sagst jetzt vielleicht, dass die meisten Besucher das doch eh nicht merken werden, und vielleicht hast Du sogar Recht – aber Suchmaschinen werden es merken. Suchmaschinen bemerken doppelt oder x-fach vorhandenen Content und ranken ihn dann sehr viel niedriger.

Ich muss dir nicht erklären, dass Du das um jeden Preis vermeiden willst. Also schau dir hin und wieder mal deine Seite in ihrer Gesamtheit an und halte nach solchen Redundanzen Ausschau.

Fachjargon vermeiden

Ein bisschen Fachjargon kann helfen dich als Experten dastehen zu lassen, der sein Fach auch versteht. Zu viel Fachjargon hingegen kann dich eingebildet, verzweifelt oder einfach unverständlich aussehen lassen. Und nebenbei auch noch deine Kunden in die Flucht schlagen, denn kein Mensch will sich erst durch einen Glossar blättern um zu sehen ob er ein Produkt kaufen will oder nicht. Im Zweifelsfall sagen die Leute dann ganz einfach Nein zu einem Produkt das sie nicht verstehen.

Also sei sparsam mit den Fachbegriffen. Benutze sie da wo nötig, und füge vielleicht noch eine Erklärung in Klammern oder einem Kontext-Popup hinzu. Verfasse die Texte so, dass sie auch für Laien gut verständlich sind – für die Profis kannst Du ja unten einen Extrakasten mit den nötigen technischen Eckdaten bereitstellen.

Einfache Navigation, überschaubares Layout

Niemand verschwendet gerne Zeit damit, sich auf einer ihm unbekannten Webseite erstmal zu orientieren. Wenn Du möchtest dass die Leute das Browsen auf deiner Seite genießen, dann gestalte eine einfache Sitemap mit einem Minimum an internen Links. Die können zwar bei der SEO helfen, aber wenn Du es übertreibst, sind die Besucher schnell verwirrt darüber wo sie denn eigentlich gerade sind. Mach ihnen die Navigation so einfach wie möglich.

 

5 Tipps wie Du deine Webseite mit Bildern optimierst

Warum überhaupt optimieren?

Wer heutzutage eine erfolgreiche Webseite betreiben will, muss sie durch den geschickten Einsatz von Bildern optimieren. Dies gilt immer, egal ob Du so etwas einfaches wie ein Blog betreibst oder so etwas komplexes wie einen Online-Shop.

Bilder auf deiner Webseite zu benutzen bringt dir viele Vorteile…

Es bringt dir mehr Social Media Shares ein

Buzzsumo hat über 100 Millionen Artikel analysiert und herausgefunden, dass Blogposts mit einem oder mehr Bildern doppelt so oft geteilt werden wie solche ohne Bilder. Wenn Du deinen Blogposts also Bilder hinzufügst, werden Sie mehr Traffic via Social Media anziehen.

Es bringt dir mehr Backlinks ein

Moz.com hat herausgefunden dass Posts mit Bildern auch deutlich mehr Backlinks bekommen als Posts ohne Bilder. Backlinks sind bekanntlich eine Notwendigkeit wenn Du ganz oben in den Google Rankings auftauchen willst.
Wenn Du also deine Blogposts mit Bildern versiehst, erhöhst Du dadurch effektiv auch deinen Suchmaschinen-Traffic.

Es bringt dir mehr Abonnenten ein

Der Home Repair Tutor hat einen Test mit zwei Websites gestartet. Beide waren nahezu identisch, mit einer Ausnahme: eine hatte auf ihrer Landing Page das Bild eines Badezimmers, während die andere einen einfachen, weißen Hintergrund hatte.

Die Webseite mit dem Hintergrundbild bekam im Vergleich insgesamt
409% mehr Abonnenten für ihren Newsletter. Abonnenten die den Traffic erhöhen und in Kunden umgewandelt werden können.

Es hat direkte Auswirkungen auf den Erfolg deines Online-Shops

Der richtige Einsatz von Bildern kann auch direkte Auswirkungen auf deine Verkaufszahlen haben.
Salomon, ein französischer E-commerce-Shop, hatte bereits Bilder auf ihrer Webseite, jedoch ohne besondere Optimierung. Also entschieden sie sich für ein Re-Design, das unter Anderem ein großes, blau-weißes Hintergrundbild einführte das die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zog.
Das Resultat? Der Umsatz stieg um 39,8% in Frankreich allein und 29,7% unter internationalen Shoppern. Das Design deiner Webseite kann also drastische Auswirkungen auf Ihre Verkaufszahlen haben.

Diese Geschichte beweist aber nicht nur die Macht der Bilder, sondern gleichzeitig auch die Notwendigkeit einer guten Designstrategie. Einfach nur planlos Bilder hinzufügen wird nur selten zum Erfolg führen.
Deswegen zeigen wir dir jetzt wie Du es richtig machst…

#1 Das richtige Bild für die richtige Seite

Das perfekte Bild, das auf jeder Webseite funktioniert, existiert nicht. Welche Bilder richtig für deine Webseite sind, hängen von drei Faktoren ab:

  1. Welche Ziele Du verfolgst
  2. Welche Art von Seite Du betreibst (Blog, Online-Shop, Forum, etc.)
  3. Welche Bilder sich gut in das Design einfügen würden (Farbgebung, Qualität, Ton, etc.)

Sobald Du dir über diese Dinge im Klaren bist, kannst Du leicht entscheiden welche Bilder zu deiner Webseite passen und welche nicht.

Es kann auch nicht schaden mal ein wenig bei der Konkurrenz reinzuschauen. Wenn Du zum Beispiel deinen Social Media Traffic erhöhen willst, dann kannst Du dir ansehen welche Inhalte der Konkurrenz am häufigsten geteilt werden.
Ein sehr nützliches Tool hierzu ist Buzzsumo. Dort kannst Du eine URL oder ein Thema angeben, und schon kannst Du einsehen welche Seiten die meisten Shares bekommen haben.

#2 Gezielte Optimierung für Soziale Netzwerke

Jene Seiten auf denen ein Post am häufigsten geteilt wurde, bringen auch am meisten Traffic auf die Seiten. Aber unterschiedliche Social Networks begünstigen unterschiedliche Arten und Formen von Bildern.

Nehmen wir an, Du hast dich z.B. auf Pinterest festgelegt. Dies ist eine Seite die Bilder in Porträt-Form bevorzugt. Wenn Du also viele Shares über Pinterest generieren willst, solltest Du deiner Website eben solche Bilder hinzufügen.

Willst Du hingegen mehr auf Facebook geteilt werden, wird ein Bild im Format 560×292 Pixel ein großes Thumbnail generieren wenn dein Post geteilt wird.

Auch hier können wir ein nützliches Werkzeug empfehlen: Crello for Business ist ein Design-Tool das es dir erlaubt Bilder automatisch für die Nutzung auf bestimmten Social Media Seiten (Pinterest, Facebook, Twitter, etc.) zu formatieren.

Idealerweise verbindest Du dies mit Tip 1 und optimierst deine Bilder dahingehend um das maximale Potential auszuschöpfen. Auch kannst Du einen Blick darauf werfen wie die Konkurrenz ihre Bilder optimiert und vielleicht daraus lernen.

#3 Übertreibe es nicht

Wenn Du ein Bild einfügst, dann willst Du natürlich auch dass es gut aussieht. Aber es ist ebenso wichtig, dass das Bild nicht so groß ist dass es die Ladezeiten deiner Seite verlangsamt. Je länger die Ladezeit, desto höher die Chance dass ein Besucher mitten im Ladevorgang entscheidet, dass ihm das Ganze einfach seine Zeit nicht wert ist. Was natürlich auch bedeutet dass weniger Leute dein Blog lesen werden, deine Produkte kaufen, etc.

Auch bei der Anzahl der Bilder solltest Du ein wenig überlegen. Ein paar ausgewählte Bilder an den richtigen Stellen lockern einen Text auf und machen die Seite optisch ansprechender – zu viele Bilder jedoch wirken schnell überladen (und tragen ebenfalls zu langen Ladezeiten bei).

Daher ist es ratsam deine Ladezeit zu optimieren. Du musst eine Balance finden zwischen der optischen Qualität deiner Seite und der Größe und Anzahl der verwendeten Bilddateien.

#4 Konzentriere dich nicht nur auf die Seite

Natürlich ist deine Seite das Zentrum der Aufmerksamkeit – aber wenn Du deine Bilder allein dort platzierst dann holst Du nicht das Maximum aus ihnen heraus. Es gibt auch andere wichtige Orte an denen Du Bilder platzieren kannst.
Wenn Du beispielsweise deine Webseite für das Teilen via Facebook optimierst und Du willst dass das große Facebook-Thumbnail erscheint, solltest Du das Bild den Metatags hinzufügen um sicherzustellen dass beim Teilen auch das korrekte Bild gewählt wird.


Wenn Du WordPress für deine Webseite benutzt, kannst Du dies ganz einfach mit dem Tool Yoast SEO tun. Alles was Du dazu tun musst ist in die Sharing Settings gehen and auswählen welches Bild Du den Tags hinzufügen möchtest.

#4.1 Der ALT Text

Nachdem Du die Bilder hinzugefügt hast, bleibt noch eine Sache zu erledigen bevor Du alles posten kannst: den image alternative text (ALT Text) hinzufügen. Das ist jener Text der anstelle des Bildes erscheint wenn das Bild zu lange zum Laden braucht. Du hast ihn wahrscheinlich schon öfter gesehen, zum Beispiel wenn Du auf einer Seite warst die nur langsam geladen hat oder mit einer schlechten Internetverbindung zu kämpfen hattest.

Es gibt viele gute Gründe warum Du dir die Mühe mit dem ALT Text machen solltest. Zunächst einmal der offensichtliche: es zeigt dem Besucher an was auf dem Bild war das nicht geladen hat. Aber es wird auch von Suchmaschinen ausgelesen, daher spielt es auch eine Rolle bei der Search Engine Optimisation. Also sieh zu, dass Du ein paar gute Schlüsselwörter einbaust.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der ALT Text automatisch in der Beschreibung von Bildern landet die von deiner Webseite auf Pinterest gepinnt werden. Wenn Du also darüber Traffic generieren willst, ist das ein großer Vorteil. Denn Pinterest ist nicht bloß ein Soziales Netzwerk, es ist eine Mischung aus Sozialem Netzwerk und Suchengine die jeden Monat von über 250 Millionen Menschen genutzt wird.

Wenn Du also passende Schlüsselworte in deinen ALT Text einbaust und sie dann mit dem Bild geteilt werden, werden die Pins auch höher gerankt und bringen dir mehr Traffic ein.

#5 Teste deine Performance

Nachdem Du die Schritte 1-4 durchgeführt hast, sollte deine Webseite visuell optimiert sein. Aber ruhe dich noch nicht darauf aus! Benutze ein Tool wie z.B. Pingdom um zu testen wie lange sie zum Laden benötigt.

Wenn es zu lange dauert um die Seite zu laden, ersetze deine Bilder durch Versionen mit kleinerer Dateigröße.

Sind die Ladezeiten danach immer noch zu hoch, liegt das Problem wahrscheinlich bei deinem Hoster. Du solltest darüber nachdenken auf einen schnelleren Server umzuziehen.

Und jetzt… leg los! Optimier deine Webseite mit Bildern!

Dies sind die Tips denen Du folgen musst um deine Webseite mit Bildern zu optimieren. Folge dieser Anleitung Schritt für Schritt und Du wirst deinen Traffic in neue Höhen treiben.