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5 häufige Fehler im Umgang mit WordPress

Fehler Nummer Eins: die falsche Plattform

Du denkst jetzt wahrscheinlich „Was soll das, unsere Plattform ist doch WordPress!?“. Das stimmt auch – aber wusstest Du, dass es zwei WordPress-Plattformen gibt? WordPress.org und WordPress.com – mit ein paar deutlichen Unterschieden zwischen den beiden.

Vielen Usern ist das nicht bekannt, sie glauben beide WordPress-Plattformen seien ein- und dasselbe. Daher treffen sie dann auch keine informierte Entscheidung und wählen dann zuweilen nicht die optimale Plattform für ihre Zwecke. Diesen Fehler solltest Du nicht machen.

Vor- und Nachteile von WordPress.org
 + Kostenlos
+ Einfach zu benutzen
+ Deine Webseite und Daten gehören Dir und nur Dir. Niemand kann dich einfach abschalten weil Du dort Meinungen vertrittst, die Jemand anderem nicht gefallen.
+ Du kannst deine Seite einrichten und anpassen wie Du willst.
+ Du hast Zugriff auf eine große Bandbreite von kostenlosen und kostenpflichtigen Plugins, und kannst sie benutzen wie es dir gefällt.
+ Du kannst deine eigenen Ads schalten und Geld damit machen.
+ Google Analytics lassen sich einfach integrieren.
+ Als selbst-gehostete Seite ist es perfekt für einen Online-Shop
– Keine automatischen Updates.
– Keine automatischen Backups (kann aber via Plugins automatisiert werden).
– Kein kostenloses Hosting.

Vor- und Nachteile von WordPress.com
+ Kostenloser Webspace (gegenwärtig 3 GB). Brauchst Du mehr, wird es doch kostenpflichtig.
+ Automatische Updates.
– Nutzt Du nur den kostenlosen Webspace, dann musst Du fremde Werbung auf deiner Seite tolerieren (an der Du noch dazu nichts verdienen wirst).
– Du kannst nur aus einer begrenzten Selektion von Plugins wählen.
– Custom themes sind nicht erlaubt und die erlaubten Themes sind doch sehr eingeschränkt bei den Gestaltungsmöglichkeiten.
– Nur die (teuren) Business Plans können Goggle Anlytics integrieren.
– Keine Ecommerce-Features, daher auch kein Online-Shop.

Fehler Nummer Zwei: keine automatisierten BackUps

Gerade wenn man frisch damit loslegt seine Webseite aufzubauen, denkt man noch nicht daran wie ein Fehler oder Unfall zuschlagen kann. Es kann so viel passieren, dass es mehrere Artikel bräuchte um darauf einzugehen. Darum ist es immer wichtig, Backups zu haben. Die meisten lernen diese Lektion nach der ersten großen Krise (und nachdem sie Stunden und/oder tausende von Euros für Datenrettung aufgewendet haben).
Aber warum nicht schon davor?

Lerne doch ganz einfach aus den Fehlern Anderer und richte deine automatisierten BackUps gleich zu Beginn ein.

Fehler Nummer Drei: kein Google Analytics

Der Erfolg einer Webseite, was daran funktioniert und was nicht, lässt sich oft nur schwer erkennen. Google Analytics hilft dir dabei. Es verrät dir zum Beispiel woher der Traffic kommt (Desktop, Mobil), welche Seite wie viele Klicks erhält, wie der Traffic sich über die Zeit ändert, aus welchem Land oder Stadt die Mehrheit deiner Besucher stammen und noch vieles mehr.

Ohne Google Analytics hast Du keinen Zugriff auf diese Daten, und bist somit ziemlich hilf- (weil ahnungs-)los wenn irgendetwas auf der Seite nicht so läuft wie Du es dir vorstellst.

Also implementiere Google Analytics gleich von Anfang an.

Fehler Nummer Vier: Updates ignorieren

Wir haben jetzt das Jahr 2020, aber die Leute machen immer noch dieselben dummen Fehler wie früher: sie vernachlässigen Updates. Sie klicken auf „später“, wieder und immer wieder, schieben es auf, auf irgendeinen nicht näher definierten zukünftigen Zeitpunkt… und wundern sich dann wenn es Probleme mit der Webseite gibt.

Was sind die Vorteile eines Updates?
– Geupdatete Plugins sind effizienter und bieten daher eine bessere Performance. Das verhindert dass Besuche auf deiner Seite in lange Wartezeiten ausarten.
– Geupdatate Plugins brauchen auch üblicherweise weniger HTTP-Abfragen und laden daher auch schneller.
– Eine schnellere Seite wird in den Google-Suchresultaten höher gerankt. Das bringt dir mehr organischen Traffic ein.
– Updates verbessern die Sicherheit deiner Seite und machen dich damit weniger verwundbar gegen Cyberattacken.

Das sind die Vorteile die Du deiner Webseite vorenthälst wenn Du nicht updatest. Also warum in aller Welt solltest Du das tun?

Fehler Nummer Fünf: die voreingestellte Permalink-Struktur benutzen

Ein Permalink ist ein statischer Hyperlink zu einem Post auf deiner Webseite. WordPress legt diese Links normalerweise automatisch an. Das sieht dann zum Beispiel so aus: www.deinewebseite.de/?q=234t

Ist das ein Problem? Ja, absolut.

Zunächst mal sieht es nicht gut aus. Es ist nichtssagend. Wenn Du den Artikel irgendwo außerhalb verlinken willst, reduziert das die Chance, dass Jemand den Link auch tatsächlich klickt. Außerdem erschwert es den Crawlern einer Suchmaschine, zu verstehen worum sich deine Seite überhaupt dreht, wo der Fokus liegt. Das wiederum macht es schwieriger hoch in den Suchresultaten gerankt zu werden.

Aber keine Sorge: Du kannst ganz einfach Abhilfe schaffen. Geh einfach auf „Einstellungen > Permalinks“ und setze deine Permalinks von Hand.

Nochmal kurz und knackig:

Für den Fall dass Du schnell zum Ende gescrollt hast, hier nochmal die Kurzfassung:
#1 Falsche Plattform
WordPress hat zwei Plattformen, WordPress.org und WordPress.com. Lerne die Vor und Nachteile und dann entscheide dich für die Plattform die deinen Zwecken am besten dient.
#2 Keine automatisierten Backups
Es gibt jene Menge Anlässe die ein Backup nötig machen können, also hab besser eines bereitliegen. Warte nicht erst mit der Einrichtung von Auto-Backup bis nach deinem ersten Crash. Tu es vorher. Jetzt.
#3 Kein Google Analytics
Die ganzen Zahlenberge mögen einschüchternd wirken, aber Du wirst die Zeit haben dich da langsam ranzutasten. Dazu müssen die Daten aber erstmal gesammelt werden. Deswegen installiere es gleich von Anfang an.
#4 Updates ignorieren
Updates werden gerne mal als lästig empfunden, aber die Vorteile wiegen so viel schwerer als die kleinen Unannehmlichkeiten. Sieh zu, dass Du immer voll geupdated bist.
#5 Automatisierte Permalinks
Genau wie bei Google Analytics klingt das super technisch. Aber im Grunde lässt es sich auf einen einfachen Gedanken herunterbrechen: Du willst aussagekräftige Permalinks denen man gleich ansieht auf was für eine Art von Seite sie führen. Das hilft dir, deinen Besuchern und deinen Suchmaschinenrankings.

6 Plugins mit denen Du deine Webseite in eine mobile App verwandelst

Deine Webseite ist meist der erste Eindruck den die Leute von deinem Unternehmen bekommen. Sie steht im absoluten Mittelpunkt deiner Online-Präsenz, deswegen investierst Du ja (hoffentlich?) so viel Zeit um sie zu perfektionieren. Aber was ist, wenn man noch mehr daraus machen kann?

Eine perfekte Webseite ist eine großartige Plattform um Besucher und potentielle Kunden über dein Unternehmen, deine Produkte und Diensleistungen zu informieren. Aber auch die beste Webseite erfüllt manchmal einfach nicht die Anforderungen von mobilen Nutzern, die im Durchschnitt 2,5 Stunden täglich mobile Apps benutzen.

In diesem Fall brauchst auch Du eine mobile App, um Leute zu erreichen die selbst nur mobile Apps nutzen. Klingt kompliziert und teuer, muss es aber nicht sein. Hier sind sechs WordPress-Plugins die dir dabei helfen können:

#1 Web2App


Web2App ist ein WordPress-Plugin das aus deiner Webseite eine vollumfängliche Native App macht. Die Einrichtung ist extrem einfach, aber dieses „einfach“ bringt keine unnötigen Kompromisse in puncto Qualität mit sich. Selbstverständlich reicht es nicht an eine handgefertigte App für tausende von Euros heran, aber die Qualität ist ausreichend und Du hast eine Menge Optionen zur individuellen Anpassung.
Zu den Features gehören:
– Social Media sharing
– Rating und Reviewen der App im Play Store
– Splash Screen
– Verschiedene Layouts zur Auswahl
– Ein Video-Tutorial in dem Du ganz einfach lernst wie Du deine eigene App erstellst

#2 Wapppress


Wapppress ist eine echte Zeitersparnis – damit kannst Du in einer einzigen Minuten deine mobile App erstellen und einsatzbereit machen. Allerdings, als Premium-Plugin ist es nicht für Leute die gerne jedes Detail kontrollieren und jede Einstellung von Hand vornehmen wollen. Es bietet auch keine Unterstützung für Add-Ons wie Push Notifications.
Wapppress nimmt ganz einfach deine Webseite und konvertiert sie in eine mobile App. Sie funktioniert am besten für kleine Unternehmen, Non-Profits, Freelancer und Blogger die einfach nur eine eigene App für den Play Store wollen.

#3 MobiLoud


Anders als die bisher genannten Plugins ist MobiLoud nicht kostenfrei. Es ist ein Service der eine mobile App aus deiner Webseite kreiert. Das Team ist auf zwei Dinge spezialisiert: Blog- und
– Newsseiten in mobile Apps umwandeln
– Webseiten mit hohem Traffic in Apps konvertieren
Wichtig zu erwähnen ist auch, dass MobiLoud keine einmaligen Aufträge erledigt, sondern ein dauerhafter Service ist der sich um deine mobiole App kümmert. Das beinhaltet:
– Spezifische Apps für Android und iOS
– Erstellen eines individuellen Logos
– Push Notifications
– Reguläre App-Updates und Wartung

#4 Blappsta


Blappsta ist das eine Plugin in dieser Liste das nicht nur mit Android- und IoS-Geräten kompatibel ist, sondern auch mit Windows-Smartphones. Es konvertiert deine Webseite in eine mobile App und fügt auch noch diverse mobile-friendly Features hinzu, zum Beispiel:
– Push-Notifications für neue Posts
– Anpassbare Navigation
– Homepage Designeinstellungen
– Kontrolle über die Organisierung und Positionierung des Contents deiner Seiten
– Sharing-Optionen für Social Media
– Sharing-Optionen via Email
– Deep Link Indexing für Google
– Ein Preview-Tool mit dem Du dir anschauen kannst wie deine konvertierte Webseite aussieht bevor Du sie freigibst

#5 AppPresser


AppPresser ist ein weiterer Mobile App Builder. Er wird als einfach, schnelles Tool vermarktet, aber orientiert sich tatsächlich mehr an Entwickler und andere erfahrene Nutzer und benötigt einiges an Arbeit um die gewünschten Resultate zu liefern. Dafür bietet er dann allerdings eine große Menge an Optionen und Einstellungsmöglichkeiten die viele andere Mobile App Builder nicht bieten. Zu den Feature sgehören unter Anderem:
– Ausgewählten Content in maßgeschneiderte Seiten konvertieren
– Einrichtung von Push Notifications
– Hohe Kompatibilität mit anderen WordPress Extensions, z.B. für Kamera-Funktionen, Google Maps, oder Social Media Logins

#6 Androapp


Eine ideale Wahl für besonders Content-basierte Webseiten und Blogs. Androapp nimmt den Newsfeed deiner Seite und konvertiert ihn in ein mobile-freundliches Layout. Am Rest der Webseite jedoch ändert sich eher wenig. Die Features beinhalten unter Anderem:
– Push Notifications
– Offline-Speichern von Content
– Anpassbare Themes

Die besten WordPress Security-Plugins

Stell Dir das folgende Szenario vor: Es ist gerade Freitag Abend, Du lehnst dich zurück, schaust nochmal kurz in dein Mail-Postfach, nur um sicherzugehen dass alles in Ordnung ist. Du hast eine neue Mail von einem Stammkunden, aber sie sieht nicht nach einer Bestellung aus. Du öffnest sie, und er schreibt, dass ihm irgendetwas an deiner Seite komisch vorkommt.

Du gehst auf deine Seite und siehst: er hatte Recht. So sollte die Seite nicht aussehen.
Du versuchst dich ins Backend einzuloggen, aber alles was Du bekommst sind Fehlermeldungen.

Gratuliere, Du wurdest gerade gehackt!

Ein Horrorszenario, egal ob Du einen Dax-notierten Konzern betreibst oder nur einen kleinen Online-Shop. Gehackt zu werden kann jedem passieren – jederzeit. Hacker sind überall, und es braucht mehr als ein gutes Passwort um dich und deine Seite davor zu schützen.

Aber Hacker sind nicht die einzige Gefahr für deine Seite und deine Daten. Es gibt viele gute Gründe um dir Gedanken um ein paar Sicherheits-Features zu machen:

Spam-Content blocken
– Content-Diebstahl verhindern
Firewall-Schutz
Email-Sicherheit
– sichere und einfache Backups

Zum Glück gibt es da jede Menge Hilfe in Form von WordPress-Plugins. Untenstehend findest Du eine Reihe von hervorragenden Plugins – sowohl kostenlose wie auch kostenpflichtige – mit denen Du deine Seite schützen kannst.

Wordfence Security

Wordfence Security gehört zu den beliebtesten Security-Plugins. Es bietet eine gute grundlegende Sicherheitsarchitektur, schützt dich vor falschen Logins, Angriffen und Spam. Das Plugin kann Dir sogar ganz von Anfang helfen, indem es die Seite von dem Moment der ersten Installation scannt um zu sehen ob sie bereits kompromittiert wurde.

Vault Press

Vault Press wurde von Schöpfern der WordPress-Plattform entwickelt, also von den Leuten die WordPress‘ Sicherheitslücken kennen. Dieses Plugin erleichtert das Anlegen von Backups deiner Seite – und ein Backup zu haben ist enorm wichtig für dan Fall dass Du gehackt wirst. Dann braucht es nur ein paar Klicks und Du bist wieder online.

Login Lockdown

Es ist nicht allzu ungewöhnlich für einen Webseiten-Besitzer wenn er ein paar Mal die Woche Benachrichtigungen über verdächtige Login-Aktivitäten erhält. Bots können darauf programmiert werden, in schneller Folge viele verschiedene Passwortkombinationen auszuprobieren. Das Login Lockdown-Plugin erlaubt es Dir eine Cooldown-Periode einzurichten, also eine Wartezeit nach einer bestimmten Anzahl von gescheiterten Logins.

Sucuri

Fortgeschrittenen User die sich unbedingt vor Hackern schützen wollen, greifen gerne auf Sucuri zurück. Es ist nicht ganz billig, bietet aber umfangreiche Features: Sucuris Schutz gegen Brute-Force-Attacken prüft sogar den eingehenden Traffic indem es ihn über einen Proxy-Server scannt. Fällt etwas durch diese Prüfung, erreicht es nicht einmal den eigentlichen Server.

WPS Hide Login

Einer der häufigsten Angriffsstrategien gegen eine WordPress-Seite ist ein Angriff durch mehrere Bots, die auf der Standard Login-Seite viele verschiedene Passwörter ausprobieren. WPS Hide Login gibt Dir ein Plus an Sicherheit, indem es das Login auf eine URL deiner Wahl verlegt und es damit effektiv vor den Bots versteckt.

iThemes Security

iThemes Security sieht sich als das alles-in-einem WordPress Sicherheits-Plugin das all deine Sicherheitsbedürfnisse erfüllen kann. Besonders gut ist es darin, Login-Versuche zu überwachen. Zu seinen beliebstesten Features gehört die Möglichkeit die Login-Seite „einzufrieren“ und dich zu alarmieren wenn Jemand versucht einzudringen.

WP Security Audit Log

Wenn Du dich genau auskennst mit der Art von Sicherheitsproblemen hast die auf WordpRess auftreten können, könnte WP Security Audit Log das perfekte Sicherheits-Plugin für dich sein. Es loggt alles was im Backend deiner Seite passiert, so kann ein schneller Blick potentielle Probleme aufzeigen, noch bevor sie einen kritischen Punkt erreichen.

Google Authenticator

Viele Sicherheitsexperten unterstreichen heutzutage die Bedeutung einer Zwei-Faktor-Authentifizierung beim Umgang mit Passwörtern. Dabei hilft das Google Authenticator Plugin. Es erweitert die Sicherheit um eine zusätzliche Komponente, indem es den User zwingt seine Identität auch noch auf eine zweite Art (z.B. Telefonanruf, App oder Text) zu bestätigen.

WP Security Ninja

Versuchen Hacker zu verstehen um sich vor Hackern zu schützen ist nicht gerade ein Erfolgsrezept. Sie sind dir fast immer einen Schritt voraus. Deswegen kann ein Plugin wie WP Security Ninja eine unschätzbare Hilfe sein: mit nur einem Klick kannst Du deine gesamte Webseite scannen und über 50 verschiedene Sicherheits-Tests durchführen, von einigen davon hast Du wahrscheinlich noch nie gehört.

UpdraftPlus WordPress Backup Plugin

Noch ein großartiges Plugin für eine Backup- und Wiederhestellungs-Bedürfnisse. Mit UpdraftPlus kannst Du deine Backups in eine Cloud laden, je nach Geschmack einmalig oder nach festen Zeitplänen. Ebenso einfach kannst Du eine gebackupte Seite wiederherstellen.

 

Fazit

Sicherheit ist eines von diesen Dingen die man absolut nicht aufschieben sollte. Du kannst dich entweder jetzt in Ruhe darum kümmern, oder wütend und in Panik nach deinem nächsten Hack. Entscheide selbst, was Dir lieber ist.